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Das extreme Auseinanderdriften zwischen wachsenden und schrumpfenden Regionen und Städten und den rasant steigenden Bedarf an preisgünstigem Wohnraum zu decken bzw. den
Rückbau zu planen und dabei lebenswerte Quartiere zu entwickeln stellt Kommunen, Unternehmen und Bürgerschaft vor große Herausforderungen. In einigen Quartieren müssen Spannungen
aufgrund zunehmender kultureller Heterogenität und Verarmung gedämpft, in anderen Verdrängungsprozesse mit der Folge sozialer Segregation begrenzt werden. Kreative Lösungsansätze sind nicht zuletzt durch die steigende Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden dringend erforderlich. Neben Politik und Verwaltung sind auch Wohnungswirtschaft, kulturelle und soziale Akteure angehalten, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Es geht darum, den Wandel aktiv zu gestalten, gesellschaftliche Potenziale zu nutzen und neue Qualitäten zu entwickeln.

Ein zentraler Ansatzpunkt aus Sicht des wohnbund e.V. ist die Ausrichtung der Wohnungswirtschaft am Gemeinwohl. Dieses umfasst sowohl die Versorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen mit angemessenem Wohnraum, als auch die Sicherung langfristiger Ziele, die betriebswirtschaftlich nicht oder nicht auf kurze Sicht rentabel sind, wie z. B. Inklusion oder Klimaschutzziele. Und mit Blick auf die Quartiersebene stellt sich die Frage, welche Formen kultureller und sozialer Vielfalt wir in der Zukunft planen und mit welchen Strategien diese gefördert werden können.

Diesen Fragen ist der wohnbund e.V. auf seiner Fachtagung nachgegangen.

Fachleute aus Wohnungswirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft haben ihre Erfahrungen und Positionen in die Diskussion eingebracht.

Götz Kesser, Gewofag München GmbH

Cord Söhlke, Baubürgermeister Tübingen

Barbara von Neumann-Cosel, Genossenschaftsforum Berlin e.V.

Jan Kuhnert, KUB Beratung Hannover


Zusammenfassende, kurze Dokumentation der Fachtagung